Das klassische Projektmanagement

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„Klassisches Projektmanagement ist zu Unrecht aus der Mode gekommen“, meinen Experten. Inzwischen setzen sich nämlich in mehr und mehr Unternehmen agile Prozesse mit Scrum oder Kanban durch. Sozusagen die hippen Varianten des Projektmanagements, die natürlich auch nachweisbare Vorteile mit sich bringen. Bei aller Euphorie über diese agilen Herangehensweisen, Frameworks und Methoden darf aber eines nicht vergessen werden: Klassisches Projektmanagement ist alles andere als alt und verstaubt. In vielen Branchen oder Anwendungsfällen muss es sogar herangezogen werden, weil sich agile Prozesse hier gar nicht eignen. Und selbst im agilen Projektmanagement braucht es vorbereitende Maßnahmen aus dem klassischen Bereich. Auch dort ist nicht alles so frei und locker, wie es immerzu scheint. Grund genug also für Sie, tiefer einzutauchen und klassisches Projektmanagement besser kennenzulernen. Mit diesem Artikel, der neben einer Grundeinführung auch einen Ablaufplan für das klassische Vorgehen bei Projekten beinhaltet.

Aufgaben im klassischen Projekt

Die Akteure im Projektgeschäft

  • Projektleiter: Der Projektleiter ist ergebnisverantwortlich für das Projekt. Er ist fachlich und teilweise auch disziplinarisch der Projektorganisation vorgestellt.
  • Teilprojektleiter & Modulleiter: Bei größeren Projekten, die mehrere Führungsebenen erfordern, kommen diese Akteure zusätzlich auf den Plan.
  • Projektmitarbeiter: Die Projektmitarbeiter sind für die Ergebniserstellung zuständig und können in Vollzeit oder auch Teilzeit im Unternehmen angestellt sein.
  • Projekt Management Office: Das sogenannte PMO unterstützt den Projektleiter bei seiner Arbeit. In Bezug auf das PMO herrscht eine hohe Heterogenität in Bezug auf seine Aufgaben und Kompetenzen.
  • Experten: Innerhalb und außerhalb der Projektorganisation können Experten stehen, die das Projekt mit voranbringen und hierfür selektiv eingebunden werden.
  • Auftraggeber: Der Auftraggeber beauftragt das Projekt und stellt formal die Ressourcen dafür bereit. Für wesentliche interne Projekte ist das meist der Geschäftsführer oder Vorstand des Unternehmens, bei externen Projekten sind es die Kunden.
  • Kunden: Sofern es neben dem Auftraggeber eine spezielle Kundenrolle gibt, ist diese der Abnehmer aller Ergebnisse aus dem Projekt

Klassisches  Projektmanagement – Wozu ist das gut?

Es gibt kein besser oder schlechter, sondern nur ein besser oder schlechter für die jeweilige Situation passend. Es ist also eine Frage des Projekttyps, ob man besser ein klassisches oder agiles Projektmanagement wählt. Überlegen Sie daher genau zu Projektbeginn, ob sich für Ihre Problemstellung ein agiles oder klassisches Vorgehen besser eignet. Entscheiden Sie sich nicht unüberlegt für ein modernes agiles Vorgehen. In unserem Projektmanagementbeispiel Staudamm erläutern wir genau, wann das klassische Vorgehen in einem Projekt präferiert werden sollte.

Die wichtigsten Facts des klassischen Projektmanagements:

  • Klassisches Projektmanagement unterscheidet sich von agilen Vorgehensweisen darin, dass viele Projektaspekte im Voraus geplant und fixiert werden. Im agilen Projektmanagement zählen dagegen die Werte Flexibilität und Entwicklungsfreiheit.

  • Ein Projekt mit klassischem Managementansatz teilt sich in die vier Phasen Initialisierung, Ist-Analyse, Konzeption und Umsetzung

  • Zwischen den Phasen nimmt ein Lenkungsausschuss die erarbeiteten Ergebnisse ab und kontrolliert einen sauberen Phasenübergang

  • Beantworten Sie alle relevanten Fragen aus den Bereichen Ergebnisse & Risiken, Kosten & Ressourcen, Pläne & Reports sowie Verantwortlichkeiten & Gremien. So hat Ihr Projekt eine Erfolgswahrscheinlichkeit von über 90 Prozent.

  • In einem Projekt sind häufig bis zu sieben Rollen involviert. Die wesentlichen Rollen sind der Projektleiter, die Projektmitarbeiter und die Auftraggeber/Kunden.

  • Klassisches Projektmanagement kennt verschiedene Methoden und insbesondere eine große Anzahl an Vorlagen, die in die Projektarbeit integriert werden sollten.

  • Als Projektleiter tragen Sie nicht nur bei der Planung zum Projekt bei, sondern auch in allen anderen Phasen. Sie sind stets der zentrale Ansprechpartner für alles und sollten ein Fachwissen für das haben, was das Projekt umfasst

  • In jeder Projektphase können Fehler passieren, die über den Erfolg oder Misserfolg des Projekts entscheiden. Vermeiden Sie diese Fehler.

Facts über das klassische Projektmanagement

Klassisches Projektmanagement – eine Zusammenfassung

Zugegebenermaßen ist klassisches Projektmanagement komplexer als Scrum oder andere Vorgehensweisen im agilen Projektmanagement. Doch das sollte kein Grund dafür sein, dass klassisches Projektmanagement immer mehr durch agile Alternativen ersetzt wird. Gehen Sie Ihr Projekt klassisch an, dann planen Sie alles vorab durch. Sie lassen weniger Spielraum für Eventualitäten. Durch die Phasen hindurch gehen Sie das Projekt geregelt an und lassen Ergebnisse stets durch den Lenkungsausschuss freigeben. Im agilen Projektmanagement spricht die Freiheit. Sie teilen das Projekt in mehrere Sprints auf, außerdem ist das Entwicklungsteam frei in seiner Herangehensweise und arbeitet stets nur an Produktinkrementen. Das ist der entscheidende Unterschied. Doch man kann weder sagen, dass Scrum oder agiles Projektmanagement besser als die klassische Herangehensweise ist, noch andersherum. Welche der beiden Projektmanagement-Arten besser ist, entscheidet sich je nach Projekt und Situation. Denken Sie noch einmal an das Staudamm-Beispiel. Beachten Sie die Richtlinien und Prozesse des klassischen Projektmanagements. Dann werden Sie Ihr Projekt mit dem klassischen Projektmanagement genauso zum Erfolg führen können wie mit agilen Herangehensweisen, etwa Scrum. Es ist der spezifischen Aufgabenstellung geschuldet, ob agiles oder klassisches Projektmanagement zu bevorzugen ist. Durchlaufen Sie eine Phase nach der anderen und erarbeiten Sie die phasenwichtigen Ergebnisse detailliert. So kann der Lenkungsausschuss qualifizierte Entscheidungen treffen. Weisen Sie die Mitarbeiter als Projektleiter ordentlich und verständlich ins Projekt ein. Geben Sie ihnen Hilfestellungen, wenn sie Probleme haben. Das Erreichen der Projektziele ist damit ohne unerwartete Herausforderungen wie beispielsweise bei Scrum gesichert.

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