Beispiel 3 der EPK2022-01-17T11:44:22+01:00

Fertigungsprozess der Holzindustrie

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Im Folgenden wird der Herstellungsprozess in der Möbelindustrie als ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) modelliert. Eine derartige Modellierung dient typischerweise der Prozessdokumentation, der Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen sowie der Zuweisung von Zuständigkeiten und zur Prozesskostenrechnung. Die Darstellung als EPK erleichtert das Verständnis der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Ereignissen und Funktionen des Fertigungsprozesses. Der Fertigungsprozess beginnt mit der Erkennung des Bedarfs an Rohstoffen und endet mit der Auslieferung des hergestellten Produkts an den jeweiligen Kunden oder dessen Lagerung. Zur besseren Übersicht wird der Prozess im Folgenden in drei Grafiken unterteilt, die jeweils separat erläutert werden.

Nach der Ermittlung des Rohstoffbedarfs wird die Funktion der Bestellung der benötigten Rohstoffe ausgelöst. Nach erfolgreicher Bestellung wird die Lieferung abgewartet und entgegengenommen. Die Bestellung der Rohstoffe erfolgt typischerweise in digitaler Form auf der Basis eines ERP-Moduls.

Möbelproduzenten verwenden als Inputfaktoren für ihren Produktionsprozess neben Rohstoffen auch Zwischenerzeugnisse, z.B. in Form vor verarbeiteter Holzplatten. Zur besseren Übersicht wird im Folgenden ausschließlich von Rohstoffen gesprochen.

Beispiel-Holzindustrie-Fertigungsprozess-EPK-1

Jeder einzelne Rohstoff bzw. Vorprodukt wird bedarfsgerecht verarbeitet und vor der Lagerung gegebenenfalls getrocknet. Das Ergebnis dieser Verarbeitung besteht in dem jeweiligen Möbelteil, das dem darauffolgenden Montageprozess (Teilprozess des Fertigungsprozesses) zugeführt wird. In der Montage werden die Möbelteile ohne weitere Verarbeitung zu dem für den Handel oder Verbraucher bestimmten Möbelstück zusammengesetzt.

Beispiel-Holzindustrie-Fertigungsprozess-EPK-2

Die erfolgreiche Herstellung aller benötigten Teile löst die Funktion der Montage der Teile aus. Dadurch wird das fertige Produkt erzeugt und kann an den Kunden versandt werden. In Abhängigkeit des Zustands „Händlerauftrag vorliegend“ wird dann entschieden, ob das Produkt zum Händler geliefert oder beim produzierenden Unternehmen eingelagert wird.

Der modellierte Fertigungsprozess geht davon aus, dass aus den Vorprodukten zunächst Teile des herzustellenden Möbelstücks gefertigt werden. So werden z.B. für einen höhenverstellbaren Schreibtisch die Tischplatte, die Standfüße und die Hebetechnik produziert. In einem abschließenden Prozessschritt werden die Teile dann zu dem fertigen Schreibtisch zusammengesetzt.

Beispiel-Holzindustrie-Fertigungsprozess-EPK-3

Die Prozesskette gilt beispielsweise in der Industrie für die Unternehmen Ralf Benz, Bürger Küchenmöbel, Möbelwerke A. Decker, usw.

EPK-Beispiel des Fertigungsprozesses

FAQ zur EPK

Wie sieht ein Beispiel einer EPK aus?2021-11-25T11:45:58+01:00

Im Folgend wird der Beispiel eines Systemanmeldungsprozesses als EPK dargestellt. Dieses Beispiel fängt mit dem Anmeldungsbedarf und endet mit dem Erfolg oder Misserfolg der Anmeldung (hier zur Erläuterung des Beispiels zu lesen).

Systemanmeldungsbeispiel als Vorlage der ereignisgesteuerten Prozesskette
Was sind die Möglichkeiten, um einen UND-Konnektor zu verwenden?2021-11-25T11:56:17+01:00

Die UND-Verknüpfung kann für vier Möglichkeiten benutzt werden. Einerseits kann eine UND-Verknüpfung benutzt werden, wenn einer Funktion zwei oder mehr Ereignisse folgen oder wenn auf ein Ereignis zwei oder mehr Funktionen folgen. Andererseits können zwei oder mehr Ereignisse einer Funktion oder Funktionen einem Ereignis folgen. Die graphische Darstellungen davon kannst du hier ansehen.

Welche sind die Konnektoren in einer EPK?2021-11-25T11:57:42+01:00

Die Konnektoren helfen den Fluss einer EPK zu modellieren. Sie sind logische Verknüpfungen zwischen Ereignissen und Funktionen. Es gibt die drei Konnektoren „ODER“, „UND“ und „EXKLUSIV-ODER“. Alle Konnektoren können entweder eine Eingangs- und mehrere Ausgangslinien haben oder eine Ausgangs- und mehrere Eingangslinien haben.

Worin liegen die Unterschiede zwischen EPK und BPMN?2021-11-25T11:47:16+01:00

BPMN ist eine grafische Spezifikationssprache zur Darstellung der Geschäftsprozesse. Die BPMN-Modellierungstechnik verwendet die Elemente: Ereignis, Funktion, Gateway, Konnektoren, Swimlanes und Artefakte (z.B. Datenobjekte). Durch die Separation der Verantwortlichkeiten in Swimlanes kommt es zu einer übersichtlicheren Darstellung der Verantwortlichkeiten. Innerhalb der EPK existieren hingegen keine Elemente wie eine Swimlane oder ein Artefakt. (…mehr)

Was bedeutet eine Organisationseinheit in einer EPK?2021-11-25T10:31:05+01:00

Eine Organisationseinheit ist ein Element einer eEPK. Eine Organisationseinheit ist eines der beiden Elemente, die die eEPK im Vergleich zu der EPK erweitern. Dieses Element wird immer mit einer Funktion verbunden. Die Verbindung macht deutlich, wer den jeweiligen Prozessschritt ausführt. Die Verbindung zwischen einer Organisationseinheit und einer Funktion ist ungerichtet. Beispiele für eine Organisationseinheit sind „Vertrieb“ oder „Produktion“. Das am Ende dieses Kapitels gezeigte Beispiel verwendet das Element der Organisationseinheit. Typischerweise werden Organisationseinheiten in eEPKs auch verwendet, um die Verantwortung für einen Prozessschritt (Funktion) einer eindeutigen Person zuzuweisen. Hier gelangst du zu dem Kapitel.

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EPK Beispiel – Bestellprozess beim Möbelhändler
EPK Beispiel – Bestellprozess beim Möbelproduzent

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