Agiles Projektmanagement mit Scrum | Ein How-to-Guide

Agiles Projektmanagement mit Scrum verspricht das Erreichen der Projektziele mit einer flexiblen und effizienten Herangehensweise. Die Idee, Projektabläufe aus ihren starren Strukturen des klassischen Projektmanagements herauszuheben, hatten Jeff Sutherland und Ken Schwaber schon in den frühen 90er Jahren. Die Entwicklung eines Produkts sollte durch agiles Projektmanagement in Zwischenschritten über mehrere Phasen aufgeteilt werden. Ihr daraus resultiertes Framework für agiles Projektmanagement nannten sie Scrum. Grundsätzliches zu diesem Framework finden Sie in dem ausführlichen Deep-Dive-Artikel. In diesem Artikel geht es darum, agiles Projektmanagement mit Scrum effektiv anzuwenden. Was sind Best Practises, die Sie in Ihrem Unternehmen berücksichtigen können? Welche Fehler sollten Sie vermeiden, die insbesondere zu Beginn warten?

Dieser Artikel ist geeignet für:

Jeden, der mit der Durchführung von Scrum-Projekten beauftragt oder an dessen Durchführung beteiligt ist.

Schwierigkeitsgrad:

1234

Voraussetzung:

Vorausgesetzt werden Kenntnisse im Projektmanagement und dessen praktischer Anwendung, außerdem ist ein Grundwissen bezüglich des Scrum-Frameworks zu empfehlen. Möchten Sie sich die Deep-Dive-Lektüre nicht extra durchlesen, folgt zu Beginn des Artikels eine Kurzzusammenfassung dessen.

scrum

Agiles Projektmanagement mit Scrum in Kürze

  • Scrum ist das weitverbreitetste Framework für agiles Projektmanagement weltweit und wurde in den frühen 90er Jahren entwickelt.

  • Für agiles Projektmanagement mit Scrum müssen die Rollen des Product Owners, Scrum Masters und maximal neunköpfigen Entwicklungsteams verteilt werden. In diese Rollen sollten Leute schlüpfen, die sich für das Projekt begeistern können und Verantwortung übernehmen möchten.

  • Auch wenn Scrum agiles Projektmanagement bedeutet, braucht es eine professionelle und umfangreiche Projektvorbereitung in Form eines freizugebenden Projektaufsatzes – fehlende Konkretisierung oder gar fehlende Vorbereitung führt bei den meisten Projekten zum Scheitern

  • Für agiles Projektmanagement mit Scrum sind stets die Regeln des Frameworks hinsichtlich der Meetings und Abläufe einzuhalten – Regeln für die Arbeit des Teams existieren nur wenige. Es ist in seinen Entscheidungen frei und kann auch die einzusetzenden Tools und Werkzeuge selbst bestimmen.

  • Die genaue Festlegung von einzusetzenden Werkzeugen, Vorlagen und Regeln für das Scrum-Projekt mit einem Projektmanagement-Experten ist zu empfehlen. Ansonsten schleichen sich häufig ineffiziente Arbeitsweisen ein.

  • Ein Scrum-Projekt wird im Wesentlichen durch die originären Scrum-Aktivitäten, wie Sprints, Daily-Meetings und Reviews, geprägt. Betrachtet man zusätzlich die absolut notwendige Projektvorbereitung und einen (zu empfehlenden) sauberen Projektabschluss, besteht ein Scrum-Projekt insgesamt aus drei Phasen.

  • Das Scrum-Team wird bei der Kick-off-Veranstaltung ins Projekt eingeführt, danach bewegt es sich stets im Scrum-Kreislauf (Sprint-Planning-Meeting, Sprint mit Daily Scrums, Sprint-Review, Retrospektive und von vorn)

  • Sprints können abgebrochen werden, sofern ihre Ziele durch unvorhergesehene Hindernisse oder Probleme nicht mehr erreicht werden können, sollten die Aufgaben schneller umgesetzt worden sein, ist eine Verkürzung des Sprints denkbar, eine Verlängerung sollte aber nicht stattfinden. Der Abbruch oder die Verkürzung von Sprints stellen eine Ausnahme dar.

  • Sofern ein ganzes Projekt abgebrochen werden muss, ist zu überlegen, weshalb – meist liegt es nicht am Scrum-Team, sondern wie oben im Artikel erwähnt, an einer unzureichenden Projektvorbereitung.

Scrum – Wesentliche Prinzipien und Begriffe

Scrum lässt sich kurz und knapp als exzellentes Framework für agiles Projektmanagement bezeichnen. Das heißt, es geht um Projekte, die nicht vorab in einer hohen Detailtiefe durchgeplant werden, sondern die von Phase zu Phase weiterlaufen und immer nur für eine Phase im Voraus geplant werden. In der Sprache von Scrum nennt man diese Phasen „Sprint“. In den agilen Sprints wird über mindestens zwei bis maximal vier Wochen hinweg ein alleinstehendes Produkt-Inkrement entwickelt. Man arbeitet also nie direkt an der Endausbaustufe eines Produkts, sondern immer an einzelnen Teilen, die nach einer Sequenz von Sprints in der Endausbaustufe münden. Welche Inkremente zuerst und als letztes entwickelt werden, bestimmt der Product Owner. Er ist am ehesten mit dem Projektmanager im klassischen Projektmanagement zu vergleichen, auch wenn es in Scrum offiziell keinen gibt. Das heißt, der Product Owner definiert und priorisiert den Anforderungsrahmen des Produkts. Damit entscheidet er über die Reihenfolge, in der die MVPs entwickelt werden. Hierdurch bestimmt er auch die Laufrichtung für den jeweils nächsten Sprint. Im Sprint selbst hat der Product Owner allerdings keinerlei Einfluss mehr auf die Arbeit des Teams. Das Team arbeitet autark an dem jeweils nächsten Inkrement. Damit es weiß, was es zu tun hat, findet vor dem Sprint das Sprint-Planning-Meeting statt. Hier kommt das gesamte Scrum-Team zusammen und die Produktanforderungen aus dem sogenannten Product Backlog des Product Owners werden in die Aufgaben aus dem Sprint Backlog des Entwicklungsteams übersetzt. Mit anwesend ist auch ein Scrum Master, der darauf achtet, dass die Regeln von Scrum eingehalten und Hindernisse bei der Produktentwicklung beiseite geräumt werden. Das alles sollten Sie grundlegend wissen, um agiles Projektmanagement mit Scrum bei sich einführen zu können. Deutlich mehr dazu können Sie in der Scrum-Deep-Dive-Lektüre lesen

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