Welche Regeln und Werte sind in Scrum einzuhalten?

Die genaue Methodik, wie das Scrum-Team mit diesen Vorlagetypen und Tools arbeitet, entscheidet es selbst. Nur von wenigen Grundregeln wird es dabei „eingeschränkt“. Wobei die Regeln auf die Meetings abzielen und nicht auf die Arbeitsweisen. So zählt im Projektmanagement mit Scrum beispielsweise das sogenannte Timeboxing. Das bedeutet, dass alle Meetings pünktlich anfangen und pünktlich enden sollen. Außerdem darf das Daily Scrum nicht länger als 15 Minuten dauern und die Sprints dürfen nur mindestens zwei und maximal vier Wochen gehen. In den Sprints selbst kann sich das Development Team seine Zeit frei einteilen, aber drum herum in den Meetings herrscht Disziplin, auch was den Treffpunkt angeht. Denn Meetings haben immer am selben Ort stattzufinden und zudem öffentlich oder mindestens einem breiten Interessentenkreis zugänglich sein.

Bis hierhin sind die Regeln tatsächlich nicht im offiziellen Framework-Guide enthalten, die nachfolgenden Grundwerte dagegen schon. In Scrum existieren vier Grundwerte, die das Team zu leben und seine Arbeitsweise auszuzeichnen haben. Nur dann geht der Ansatz dieses agilen Projektmanagements auf.

Offenheit

Einerseits muss jeder einzelne offen für neue Herangehensweisen und Denkweisen sein. Andererseits betrifft das auch die Transparenz im Umgang mit Informationen. Nur wenn jeder Beteiligte diese Offenheit mitbringt, ist ein vernünftiger Scrum-Prozess umsetzbar.

Mut

Agiles Projektmanagement bringt grundsätzlich Veränderungen mit sich, insbesondere bei Scrum. Sämtliche Beteiligten müssen dafür nicht nur offen sein, sondern auch bereit sein, sich den bis dato unbekannten Herausforderungen zu stellen, die solche Veränderungen mitbringen.

Respekt

In einer so ausgeprägten Teamarbeit wie mit Scrum braucht es großen gegenseitigen Respekt. Es gibt keine Hierarchien und somit sollte sich auch niemand höher stellen, als er eigentlich steht. Genauso sollten die anderen nicht ihren Mund halten, wenn es doch einmal dazu kommt, dass einer etwas abhebt.

Fokussierung

Im Mittelpunkt steht das Ziel, das mit einem Sprint erreicht werden soll. Jeder hat sich in seiner Arbeit auf das Ziel zu fokussieren. Es sollen nur Arbeiten erledigt werden, die dem Ziel des Sprints tatsächlich dienen. Andere Arbeiten, die nichts konkret mit dem Sprint-Ziel zu tun haben, werden nach hinten verschoben. Auch wenn sich dadurch die Menge nicht getaner Arbeit maximiert – aber das ist durchaus ein gern gesehener Effekt in Scrum.

Commitment

In die Mitte aller Grundwerte könnte man noch einen ganz zentralen fünften Grundwert einsetzen. Nämlich das Commitment, dt. Einsatz, Engagement, Verpflichtung. Wie bereits an vorigen Stellen geschrieben, muss jeder im Team den Scrum-Prozess leben. Das bedeutet, jeder muss sich einsetzen, engagieren und verpflichten. Das Team verteilt seine Aufgaben eigenständig und jeder gibt einen Beitrag dazu. Dazu muss man bereit sein. Hilfreich ist, hinter dem Produkt zu stehen, welches man entwickelt – so kommt die Verpflichtungsbereitschaft von ganz allein. Sowie eine Leidenschaft, die das Produkt im wahrsten Sinne des Wortes lebendig werden lässt.

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