Scrum | Deep Dive ins Projektmanagement-Framework

Mit maximaler Geschwindigkeit und Flexibilität zu einem nutzbaren Produkt – das ist, wofür Scrum steht. Sie haben von Scrum noch nicht gehört? Macht nichts. Kurzum handelt es sich um einen bewährten Standard für agiles Projektmanagement, der ursprünglich aus dem Bereich der Softwareentwicklung kommt. In der Fachsprache des Projektmanagements spricht man auch von einem Framework. Es hilft dabei, die Anforderungen eines Projektes zu priorisieren und diese dann gemäß ihrer Priorität nach und nach in Sprints umzusetzen. So erreichen Sie genau das, was der Einstieg des Artikels plakativ vorgibt. Außerdem erhöht Scrum die Produktivität und die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter. Möchten Sie Scrum kennenlernen und verstehen? Mithilfe dieses Artikels steigen Sie einfach und fachlich korrekt in das Framework ein. Danach werden Sie in der Lage sein, zu beurteilen, ob die Projektmanagement-Methode etwas für Sie ist oder nicht – und wenn ja, dann werden Sie diese unmittelbar in Ihrem Unternehmen anwenden können.

Dieser Artikel ist geeignet für:

Jeden, der schon einmal von Scrum gehört hat und sich näher damit beschäftigen möchte, um es gegebenenfalls im eigenen Unternehmen anzuwenden.

Schwierigkeitsgrad:

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Voraussetzung:

Vorausgesetzt werden Kenntnisse im Projektmanagement und dessen praktischer Anwendung. Wir empfehlen, vorab die verlinkte Lektüre hierzu zu lesen.

Scrum in Kürze

  • Scrum ist keine Methode, sondern ein Framework, in dem sich die Mitarbeiter eines Teams weitestgehend frei bewegen können.
  • Ein Scrum-Team besteht immer aus einem Product Owner, einem Scrum Master und dem nicht-hierarchischen Entwicklungsteam.

  • Das Entwicklungsteam besteht aus Fachleuten für die einzelnen Umsetzungsbereiche, ist allerdings auch interdisziplinär ausgebildet.

  • Scrum ist nicht auf die Softwareentwicklung beschränkt, hat hier aber seinen Ursprung. Es kann domänenunabhängig eingesetzt werden. So können Entwicklungsteams auch aus Marketing-, Finanz- oder Einkaufsexperten bestehen.

  • Der Ablauf eines Projektes ist durch zwei- bis vierwöchige Sprints sowie durch eine ausgeprägte Austauschkultur mit Meetings gekennzeichnet.

  • In der Regel werden bei den Sprints zunächst „Minimum Viable Products“ entwickelt, also  inkrementelle Versionen des zu entwickelnden Produkts.

  • Bei Scrum gibt es originär keine definierten Methoden. Allerdings stellen Tools wie die klassischen Klebezettel oder das Planungspoker einen Quasi-Standard dar.

  • Mit Offenheit, Mut, Respekt und Fokussierung setzt das Framework vier Grundwerte voraus, um den Projektmanagement-Prozess erfolgreich umsetzen zu können.

  • Scrum ist eine exzellente Art des Projektmanagements, aber es hält auch Risiken vor.

agile organisation

Was versteht man unter Scrum und wofür ist es gut?

Die Methodik von Scrum basiert auf einem Framework, das in den frühen 90er Jahren von den Amerikanern Jeff Sutherland und Ken Schwaber entwickelt wurde. Sie hatten die Idee, Projektabläufe aus den starren Strukturen des klassischen Projektmanagements herauszuheben und flexibler zu machen. Gleichermaßen sollten Projektanforderungen priorisiert werden, um wichtige Entwicklungen den unwichtigeren vorziehen zu können. Dazu später noch mehr. Scrum wurde für den Softwarebereich entwickelt, zog danach aber auch in viele andere Branchen ein. Die Methode funktioniert in allen Branchen und Unternehmen, in denen ein agiles Projektmanagement vorteilhaft ist. Das ist der Fall, wenn die Unsicherheit bezüglich externer Marktgegebenheiten und / oder des konkret anzuwendenden Verfahrens groß ist. Scrum zeichnet sich durch schnelle agile Umsetzungsschritte aus, die zu belastbaren Erfahrungswerten führen und Klarheit über die Unsicherheiten schaffen.

Hinweis: In unserem Beispiel eines Staudammbaus sowie im Beispiel zur Hamburger Hochbahn wird deutlich, dass insbesondere in der Baubranche kein agiles Projektmanagement funktioniert. Sehen Sie hiervon unbedingt ab, wenn Sie in der Baubranche arbeiten und passende Projektmanagement-Methoden evaluieren.

Scrum ist die weitverbreitetste agile Projektmanagement-Frameworksmethode, die allerdings ohne einen klassischen Projektmanager auskommt. Internet-Startups sind zum Beispiel typische Kandidaten für agiles Projektmanagement mit Scrum. Oder wie erklären Sie sich den bahnbrechenden und schnellen Erfolg von Facebook oder Google? Geht es um Software, digitale Innovationen und kreative Dienstleistungen, dann ist Scrum in der Regel nicht weit entfernt. Im Bereich des agilen Projektmanagements fällt neben dem Namen des Frameworks auch immer wieder der Begriff „Kanban“. Dabei handelt es sich um eine Projektmanagement-Methode, die sich in dieses Framework einbinden lässt oder auch allein stehen kann. Ob sich Ihr Unternehmen ausschließlich Kanban, beiden oder nur Scrum annehmen sollte, hängt vom spezifischen Anwendungsfall und auch vom Unternehmen selbst ab. Dazu später noch mehr.

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