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Definition Wertstrom identifizieren

Bei dem zweiten Prinzip der Lean Prinzipien geht es darum den Wertstrom zu identifizieren. Das heißt alle Prozesse, Aktivitäten und Handlungen zu bewerten durch die der maximale Kundenwert erreicht wird. Dank der genauen Kenntnis des Wertstroms eines Unternehmens, können die wertschöpfenden Prozesse bei der Konzeption des Softwareproduktes in den Fokus gerückt werden. So wird unnötiger Aufwand (Muda im Japanischen) vermieden.

Wertstrom identifizieren – Umfangs- und Änderungsmanagement

Wertstrom identifizieren ist im Projektmanagement dem Umfangs- und Änderungsmanagement zuzuordnen. In dieser Aufgabengruppe geht es darum, für alle im Projekt getroffenen Annahmen und Festlegungen einen strukturierten Prozess für deren Änderung zu etablieren. Typische Sachverhalte über deren Änderung gemäß eines strukturierten Prozess entschieden werden sind Budgets, Zeitpläne und Produkt- bzw. Ergebniseigenschaften. Strukturierte Änderung bedeutet, dass die Änderung auf einem hierfür vorgeschriebenen Weg und in einem definierten Format beantragt wird. Es ist festgelegt, wer über eine Änderung entscheiden darf und wer anschließend davon in Kenntnis zu setzen ist. Alle Änderungen werden typischerweise protokolliert und archiviert. Das Umfangs- und Änderungsmanagement ist eine zentrale Aufgabengruppe im Projektmanagement. Wesentliche inhaltliche Schnittstellen bestehen zu den Aufgabengruppen Zeitmanagement, Budget-/Kostenmanagement, Produkt-/Qualitätsmanagement und Ziel-/Scopemanagement. Das Umfangs- und Änderungsmanagement ist gleichermaßen für klassische wie auch für agile Projekte relevant. In der agilen Welt wird es typischerweise in Bezug auf konkreter Aufgaben im jeweiligen Sprint angewendet. Bei klassischen Projekten ist es deutlich weiter gefasst, da hier alle zentralen Aufgabengruppen, wie Risikomanagement, Budget-/Kostenmanagement und Zeitmanagement Berücksichtigung finden.

Ein Wertstrom identifizieren ist ein häufig anzutreffender Aspekt. Die Kenntnis ist empfehlenswert. Dieses Glossar erklärt noch weitere Aspekte des Umfangs- und Änderungsmanagements. Diese sind:

Abstimmung Aktualisierung der Projektdokumente Änderungsantrag Änderungsbudget
Änderungsinstanz Änderungskontrolle oder Veränderungskontrolle Änderungsmanagement Änderungsmanagementplan
Änderungsprotokoll Änderungssteuerungsmanagement Anforderungsmanagement Angebotsaufforderung
Ankündigung der Projektinitiierung Ankündigung des Projektabschlusses Annahme (Planung) Arbeitspaketbeschreibung
Ausrollen eines Produktes Autokratische Entscheidungsfindung Benutzerabnahme Berichterstattung
Betriebs- und Wartungsabnahme Betriebsstabilität Change Request Changemanagement
Definition der Lösungsarchitektur Definition des Entwicklungsansatzes Dekomposition Einsatzmittel-Planung
Eintrittsnähe Empowered Leadership Empowerment des Teams Eskalationsprozesse
Evaluation der Kundenanforderung Flow etablieren (Lean Prinzipien) Fortschrittskontrolle Freigabe
Ganzheitliches Denken Gegensteuerungsmaßnahmen Gremienaufstellung Implementierung
Informationsfluss Inhalts- und Umfangsbasisplan Integriertes Risikomanagement INVEST
IREB-Anforderungsdokumentation IREB-Anforderungsermittlung IREB-Anforderungsmanagement Kollaboratives Testen
Konfliktmanagement Konformitätsarbeit (Conformance Work) Konformitätsprüfung Kontinuierliche Verbesserungen
Kontinuierlicher Mitarbeiterdialog Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) Kostenplanung Kulturelles Verständnis
Leistungsbeschreibung Leistungsumfang Lernbereitschaft Operational Excellence
Phasenüberprüfung Planungsansatz Poker Spiel oder Planungspoker Politisches Verständnis
Prävention Prince2Agile Priorisierung Proaktives Denken
Produktanalyse (Product analysis) Produktbasierte Planung Produktbeschreibung Profitcenter-Management
Program Management Projektabnahme Projektabschlussaufgaben Projektaudit
Projektmarketing Personal-/Ressourcenmanagement Projektpersonalplanung Projektplan erstellen
Projektportfolio Projektsicherung Projektsteuerung Projektstrukturierung
Projektstrukturplan Prozesse standardisieren Prozesse synchronisieren Pull implementieren (Lean Prinzipien)
Qualität lenken Qualitätsinspektion Qualitätsplanung Quantifizierung
Release Release Zyklen Ressourcenglättung Ressourcenoptimierung
Ressourcenplanung Rework Risikoeinschätzung

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