Definition Bottom-up-Schätzung


Bei der Bottom-up-Schätzung, der Planung nach dem „Von-Unten-Nach-oben-Prinzip”, werden Aufgaben, Abläufe, Zeiten und Kosten bereits von den jeweiligen Arbeitspaketen geplant.

Die Schätzung erfolgt schrittweise, ein Arbeitspaket folgt dem nächsten. Oftmals zeigt die Bottom-up-Schätzung, dass die einzelnen Teilabschnitte zu groß gewählt sind und diese ggf. nochmals untergliedert werden müssen, um einen wirklich gut kontrollierten Weg gehen zu können. Das Bottom-up-Prinzip kann jedoch nicht sicherstellen, dass das Projekt erfolgreich verläuft. Es bietet zu wenig an Klarheit und Kontrolle.

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Bottom-up-Schätzung – Budget- und Kostenmanagement

Eine Bottom-up-Schätzung ist im Projektmanagement dem Budget- und Kostenmanagement zuzuordnen. Das Budget- und Kostenmanagement zielt darauf ab, dass Direktaufwand, Investitionen und die aus dem Projekt resultierende Betriebskosten die festgelegten Grenzen nicht überschreiten. Der Direktaufwand ist der finanzielle Mittelabfluss, der unmittelbar zu Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung führt. Investitionen sind ein Wertzuwachs auf der Aktivseite der Bilanz. Entsprechend der resultierenden Abschreibung entsteht Aufwand in den folgenden Perioden. Betriebskosten sind mit Blick auf den Jahresabschluss vergleichbar mit Direktaufwand, fallen jedoch dauerhaft an. Ein gutes Budget- und Kostenmanagemet differenziert zwischen den drei genannten Komponenten. Zu Beginn der Projektaktivität werden die jeweiligen Obergrenzen und Reserven festgelegt. Typischerweise erfolgt eine zusätzliche Differenzierung auf Teilergebnisse oder Projekte. Während der Projektdurchführung erfolgt ein kontinuierlicher Soll-/Ist-Vergleich. Die zentrale Frage Ist, ob die Ist-Kosten die für die bis zu dem jeweiligen Zeitpunkt erreichten Ergebnisse budgetierten Grenzen überschreiten oder nicht. Budgetüberschreitungen sind ein häufiger Grund für das Scheitern von Projekten. Ebenso oft sind sie Auslöser eines Änderungsantrags. Das Budget- und Kostenmanagement ist eine zentrale Aufgabengruppe im Projektmanagement. Wesentliche inhaltliche Schnittstellen bestehen zu den Aufgabengruppen Ziel-/Scopemanagement, Zeitmanagement, Produkt-/Qualitätsmanagement und Risikomanagement. Das Budget- und Kostenmanagement ist gleichermaßen für klassische wie auch für agile Projekte relevant. In der agilen Welt wird es typischerweise zur Beurteilung und Steuerung von Projekt- bzw. Produktergebnissen eingesetzt. Bei klassischen Projekten kommen Aktivitäten in der Analyse- und Planungsphase hinzu.

Eine Bottom-up-Schätzung ist ein selten anzutreffender Aspekt. Profis sollten ihn kennen. Dieses Glossar erklärt noch weitere Aufgaben des Budget- und Kostenmanagements. Diese sind:

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