Was genau hat Spotify mit agilen Organisationen zu tun?

Bekannterweise ist Spotify der weltgrößte Anbieter für Musik- und Audiostreaming. Und Spotify hat ein eigenes Modell der agilen Organisation geschaffen. Ein Modell, das mittlerweile weit verbreitet und klar auf den Streaming-Anbieter zurückzuführen ist.

Ein Team heißt in der agilen Organisation von Spotify „Squad“ und besteht aus höchstens acht Mitgliedern. Das ist noch eine Person weniger als  bei Scrum maximal erlaubt ist. Die weiter oben beschriebenen allgemeinen Grundwerte gelten auch hier. Jede Squad arbeitet autark und selbstbestimmend an ihrem Produktbereich. Dabei existieren mehrere Squad-Typen. Die sogenannten „Feature-Squads“ sorgen für die Produktion und Veröffentlichung sowie den Betrieb von Features in der jeweiligen App. Die sogenannten „Client-App-Squads“ machen die Features auf verschiedenen technischen Plattformen, also etwa auf dem Smartphone oder auf dem Fernseher, verfügbar. Hierneben gibt es noch „Infrastructure-Squads“, die alle Zentralfunktionen abdecken und andere Teams effizienter machen. Die einzelne Squads werden in Clustern zusammengefasst, die sich „Tribe“ nennen und durch einen „Agile Coach“ als Organisationscoach überwacht werden.

Es gibt Interteams namens „Chapter“ und darüber hinaus – eine weitere Besonderheit neben den beschränkten Personenzahlen – die sogenannten „Guilden“. Die Chapter sind ganz gewöhnliche Interteams und bestehen aus Squad-Mitgliedern mit gleichen Aufgaben. Guilden unterscheiden sich dahingehend von Chaptern, als dass es keine Voraussetzung ist, als Mitglied im gleichen Bereich wie die anderen zu arbeiten. Es reicht ein Interesse an Innovationen und an der Arbeit der anderen, ohne unmittelbar beruflich mit diesen verknüpft zu sein. So entsteht eine Austauschebene über die Interteams hinaus.

Möglicherweise ist die agile Organisation nach Spotify ein konkreter Ansatz, wohin Sie Ihr Unternehmen transformieren könnten.

Whatsapp

Führung
Zusammenfassung